Die Biofach 2026 in Nürnberg war für uns ein wichtiger Treffpunkt und ein Gradmesser der Branche. Während der vier Messetage wurde deutlich: Der Biomarkt entwickelt sich weiter. Er wird anspruchsvoller, klarer positioniert und zugleich bewusster.
Wir nutzten die Gelegenheit, auch unsere neuen Produkte im Glas einem breiten Fachpublikum zu präsentieren und direktes Feedback von Handelspartnern sowie Interessenten zu erhalten. Dieses wertvolle Feedback unterstützt uns bei der Weiterentwicklung unserer Produkte und gab konkrete Impulse für zukünftige Partnerschaften. Besonders gefreut hat uns die hohe Qualität der Gespräche mit Fachhandel, Naturkostgroßhandel, bestehenden Partnern und neuen Interessenten.

Im Vordergrund standen dabei langfristige Perspektiven wie:

  • stabile Lieferketten
  • transparente Herkunft
  • verlässliche Partnerschaften mit Bio-Landwirten
  • wirtschaftlich tragfähige Preise

Gerade im Biofleisch-Segment ist Vertrauen zentral. Daher zeigte die Messe erneut: Ehrliche Kommunikation und nachvollziehbare Strukturen sind entscheidend.

Austausch mit Politik und Verbänden

Neben dem Austausch mit Handelspartnern hatten wir Gelegenheit intensive Gespräche mit Vertreter:innen aus Politik und Verbänden zu führen, um die Rahmenbedingungen für Bio-Landwirtschaft, Tierwohl und nachhaltige Wertschöpfungsketten zu erörtern.

Christoph Dahlmann im Gespräch mit Staatssekretär mit Monika Berg und Dr. Martin Berges, Landwirtschaftsministerium NRW

Christoph Dahlmann im Austausch mit Monika Berg und Staatssekretär Dr. Martin Berges, Landwirtschafsministerium NRW

In dieser Woche legte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) neue Zahlen vor, die den weiterhin starken Wachstum des Bio-Sektors in Deutschland zeigen: Im Jahr 2025 erreichte der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln einen Rekordwert von 18,23 Milliarden Euro, doch das Angebot an heimischen Bio-Produkten kann mit der steigenden Nachfrage nicht mithalten: Die ökologische Anbaufläche wuchs nur um 1,1 Prozent, wodurch immer mehr Bio-Produkte, insbesondere auch Fleisch, aus dem Ausland importiert werden müssen, um die Lücken zu füllen. 2024 stammte bereits ein Drittel des Bio-Schweinefleischs aus Nachbarländern, und auch 2025 kamen Belgien und Spanien als Lieferländer hinzu.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fordert die Branche dringend gezielte Maßnahmen, um die heimische Bio-Produktion auszubauen und die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Im Fokus stehen insbesondere Förderprogramme für regionale Betriebe, eine verstärkte Unterstützung für den ökologischen Anbau sowie die Schaffung langfristig stabiler Rahmenbedingungen. Diese Maßnahmen helfen uns, unsere Strategie frühzeitig an sich ändernde Bedingungen anzupassen und so langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Messestand
Andras Sperber, Thomas Alter
Thomas Alter, Andreas Sperber
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Tierwohl und Verantwortung

Tierwohl war ein zentrales Thema der Messe. Für uns bedeutet das konkret:

  • Enge Zusammenarbeit mit unseren Bio-Landwirten: Regelmäßige Hofbesuche, gemeinsame Tierwohl-Audits und Unterstützung bei der Umstellung auf Bio-Richtlinien
  • Artgerechte Haltung mit ausreichend Platz: Pro Tier mindestens das Doppelte der gesetzlichen Stallfläche und Zugang zu Auslauf oder Weideflächen
  • Schonende Verarbeitung: Schlachtung in regionalen Betrieben, kurze Transportwege, Ruhezeiten vor der Verarbeitung
  • Vollständige Nutzung der Tiere (Nose-to-Tail): Innereien und Nebenprodukte werden zu hochwertigen Produkten verarbeitet

Marktstimmung: Stabilisierung mit Perspektive

Nach herausfordernden Jahren stabilisiert sich der Biomarkt langsam. Gleichzeitig setzt der Fachhandel wieder stärker auf Qualität, Regionalität und klare Sortimentsprofile. Im hochwertigen Fleisch- und Wurstsegment sehen wir positive Impulse – vorausgesetzt, Herkunft und Mehrwert werden klar kommuniziert.

Nachhaltigkeit entlang der gesamten Kette

Neben Tierwohl standen auch Verpackung, Energieeffizienz und Ressourcenschonung im Fokus. Darüber hinaus umfasst Nachhaltigkeit die gesamte Wertschöpfungskette – von Verarbeitung über Logistik bis zur Präsentation im Handel.

Unser Fazit

Die Biofach 2026 hat uns bestärkt: Biofleisch braucht Haltung – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.
Qualität, Transparenz und langfristige Partnerschaften bleiben die Basis unseres Handelns. Mit neuen Impulsen und wertvollen Kontakten blicken wir motiviert auf das kommende Jahr.

Wir bedanken uns bei allen Besuchern für den offenen Austausch und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

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